#ToolTipp: Whisper Notes
Hervorragende Transkription zum Einmal-Preis. Datenschutz inklusive. Apple only.
Grafik Nano Banana 2, Prompt Der Promptologe
Der Promptologe ist ja viel auf Veranstaltungen unterwegs, die eine oder andere Websession kommt noch dazu. Früher, in seinem anderen Leben, als er noch Journalist war, hatte er immer Notizblock und Stift dabei, eifrig mitschreibend. Dann kamen Aufnahmehilfen auf Kassette, später auf Speicherchip dazu. Dann auf dem iPhone einfach die Sprachnotizen-App starten. Handschriftliche Vermerke waren weiter notwendig, Stichworte mit Zeitvermerk oder Zählerstand. Schließlich nützt die schönste Aufnahme wenig, wenn man alles wieder anhören muss, um bestimmte Stellen zu finden. Und manchmal Rätselraten, weil der Redner so nuschelt, dass es schlicht unverständlich wird.
Seit zwei Tagen ist alles anders - dem Promptologen wurde Whisper Notes empfohlen, und er ist begeistert.
Ich hör’ euch schon – „Noch ’ne Transkription-App, Gähn“ – aber Wisper Notes bringt was mit, was rar geworden ist dieser Tage: Privatsphäre. Das lässt sich am einfachsten beschreiben, wenn man auflistet, was die App nicht ist:
keine Cloud-Übertragung zur Transkription
kein Cloud-Speicher
kein Abo-Modell
keine Internetverbindung nötig
Und eine wichtige Einschränkung: gibt’s zumindest derzeit nur für das Apple-Ökosystem.
Ihr ladet die App hier für den Mac herunter:
und könnt bis zu 10.000 Zeichen kostenlos transkribieren, um sie auszuprobieren. Danach könnt ihr gegen einmalig 6,99 $ die Funktionen unbegrenzt freischalten. Für die mobile iOS-Version müsst ihr allerdings gleich bezahlen, daher testet auf dem Mac, wenn ihr dem Promptologen nicht glaubt :)
Aber – höre ich euch – Apple liefert doch mit der Sprachnotiz-App auf iPhone die Transkribierfunktion gleich mit, warum dann noch eine App dafür bezahlen? Weil die Qualität von Whisper Notes wirklich großartig ist.
Dazu hat der Promptologe einen kleinen Test gemacht. Über eine Stunde Audio von einer Podiumsdiskussion, mit dem iPhone aus der dritten Reihe aufgenommen, auf Englisch, das keiner der Diskutanten als Muttersprache sprach (ein Ukrainer, zwei Deutsche). Verschärfte Bedingungen also.
Transkript aus iOS Sprachmemos direkt übernommen und Transkript von Whisper Notes. Dazu hat der Promptologe einfach die Sprachmemo-Datei aus der App auf den Mac übertragen und in Whisper Notes transkribieren lassen (10 sec. für über eine Stunde).
Beide Texte dann bei Claude reingeworfen und einen Vergleich machen lassen. Hier direkt das Ergebnis:
Transkript 2 (Whisper Notes) ist klar die bessere Aufnahme – und zwar deutlich.
Hier ein kurzer Vergleich anhand konkreter Beispiele:
Erkennbarkeit von Namen und Begriffen
Transkript 1: „projector inst because this is basally will their idea to anizing fürs Offline-Eventher world“
Transkript 2: „Projector Institute because this is basically what their idea to organizing this offline event all over the world“
Satzkohärenz
Transkript 1: „We also haveike, I job that for? We have point big mentform.e for example Junior Designers“
Transkript 2: „We also have like a iJob platform. We have a quite big mentorship platform where for example junior designers…“
Fachbegriffe
Transkript 1: verschluckt oder entstellt: „Weeman braucht education inis Techa“, „Pigma“, „LLM wish we can’t undstand“
Transkript 2: korrekt: „six thousand women got education“, „Figma“, „LLM which we can’t understand“
Wo auch Transkript 2 schwächelt: Beide Transkripte haben Schwierigkeiten mit stark akzentgefärbter Sprache (besonders Misha) und bei schnellen Übergängen. Auch in Transkript 2 finden sich Lücken wie „<unk>“ oder gelegentlich falsch erkannte Wörter.
Fazit: Whisper Notes liefert ein deutlich lesbareres und inhaltlich akkurateres Ergebnis. Für eine Weiterverarbeitung (z.B. Zusammenfassung, Zitate) würde ich ausschließlich Transkript 2 als Basis nehmen.
Nein, der Promptologe bekommt nix von Whisper Notes, selbst die 6,99 $ hat er selber bezahlt. Wirklich. Er schreibt das alles, weil er euch mag. Und die Privatsphäre, den Datenschutz: alles wird lokal auf eurem iPhone oder Mac bearbeitet. Auch das könnt ihr einfach ausprobieren: Netz ausschalten und Transkription anwerfen.
Wer mehr wissen will, etwa welches Sprachmodell da warum zum Einsatz kommt, wieso das lokal laufen kann und was noch für Fragen aufkommen – hier ist der Blog von Whisper Notes:
https://whispernotes.app/de/blog
Viel Vergnügen wünscht euch




